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Eingliederungsbericht 2025

Vorwort

Haltung ist eine klei­ne Sache, die ein­en großen Unterschied macht.

Sir Winston Churchill

Egal, ob im Privaten oder bei der Arbeit, im­mer und überall treffen wir Ent­schei­dungen nicht nur auf Ba­sis unseres Wis­sens und Kön­nens, sondern auch aufgrund innerer Einstellungen. Unsere Prin­zi­pien und Werte bestimmen also die Art und Wei­se unseres Han­delns. Sie lassen sich nicht einfach ablegen oder beliebig aus­tau­sch­en. Haltung ist der Punkt, an dem Wor­te und Handeln zusammen­fallen und so Glaubwürdigkeit er­zeugen.

Gerade in anspruchsvollen Situa­tio­nen wird dies sichtbar: dort, wo Ent­schei­dungen sorgfältig ab­ge­wo­gen werden müssen, wo unter­schied­liche Interessen auf­einan­der­treffen und wo Ver­antwortung ge­fragt ist. Ob Fach­kräfte­sicherung, Digi­ta­li­sierung oder die kon­kre­te Arbeit mit Bür­ger­geld­beziehenden – diese The­men ver­langen von uns Verläss­lichkeit statt Be­lie­big­keit. Für uns ist dies Aus­druck der Ver­ant­wor­tung, die wir tragen, und zugleich das verbindende Element all unserer Akti­vi­täten.

Wir bleiben auch dann verlässlich, wenn Rah­men­be­ding­ungen sich ver­ändern oder Her­aus­for­de­rung­en zu­nehmen. Denn un­se­re Unter­stütz­ung soll und muss im­mer dort ankom­men, wo sie wirk­lich gebraucht wird. Das heißt im Um­kehr­schluss aber auch, dass wir missbräuchliches Verhalten kon­se­quent ahnden.

Dieser Eingliederungsbericht gibt Einblick in unsere Arbeit – und zeigt, wie wir Halt­ung konkret le­ben: in Projekten, im Kon­takt mit un­se­ren Kundinnen und Kunden und in der Zusammenarbeit inner­halb und außerhalb unserer Be­hör­de. Er macht sicht­bar, wo wir erfolg­reich waren, wo wir ler­nen muss­ten und wie wir uns wei­ter­ent­wickeln.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen.

Dr. Martin Sommer, Landrat Kreis Steinfurt

Roswitha Reckels, Vorstandsvorsitzende

Thomas Robert, Vorstand

Tanja Schmidt, Vorstand



Wirtschaftliche

Rahmenbedingungen

im Kreis Steinfurt

Bevölkerungs­entwicklung

  • In 2024 ist die Bevölkerung erstmals seit zehn Jahren gesunken.
  • Die deutsche Bevölkerung ist in der vergangenen Dekade kontinuierlich geschrumpft.
  • Ausländer stellen in 2024 rund 12 Prozent der Bevöl­kerung.

Kreis Steinfurt als Wirtschafts­standort

  • Rund 95 Prozent der Be­trie­be haben we­niger als 50 Mitar­bei­tende.
  • Das Bruttoarbeitsentgelt (Me­dian in Euro) liegt un­ter dem Landes­durch­schnitt.
  • Es gibt einen hohen Anteil von SV-Beschäftigten im unteren Entgeltbereich.
  • Der Tertiarisierungsgrad liegt unter dem Bundes- und Lan­desdurchschnitt.

Sozialversich­erungs­pflichtige Beschäftigung

  • Es gibt 171.242 sozial­ver­sich­erungs­pflichtige Arbeits­plätze im Kreis Steinfurt
  • Über die Dekade 2015–2024 ist der Kreis Steinfurt ein wach­sen­der Be­schäf­ti­gungsstandort mit deut­lich­em Aufbau an sozial­ver­sich­er­ungs­pflich­ti­ger Arbeit.
  • Die zuletzt sehr schwache Ent­wick­lung 2024 und der Rück­gang 2025 mar­kie­ren je­doch ei­nen Wendepunkt, nach Jahren der Expan­sion ist der Ar­beits­markt nun in eine Phase der Sta­gna­tion bzw. leichten Kor­rektur ein­getreten.

Für detaillierte Informationen klicken Sie bitte auf einen Button.

Arbeitslosigkeit

Positive Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl aller Arbeitslosen im Kreis Stein­furt stieg 2025 im Jahres­durch­schnitt um 3,1 Pro­zent auf 14.034 Per­sonen. Die Arbeits­losen­quote lag mit 5,2 Prozent das zwei­te Jahr in Fol­ge über der 5-Pro­zent-­Mar­ke. Trotz des Anstiegs lag die Ar­beits­losigkeit im Kreis Stein­furt weiterhin un­ter dem Bun­des- und Landesdurch­schnitt.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung für Ar­beit­such­ende sank im Jah­res­verlauf um 8,3 Prozent auf 8.775 Arbeitslose im Dezem­ber.

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Detaillierte Informationen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit in 2025

Im Jahresverlauf zeichnete sich eine leichte Entspannung ab. So lag die Zahl der Arbeits­lo­sen im Januar bei 14.382, zum Jahres­ende wa­ren rund 800 Men­schen weniger arbeitslos ge­mel­det – ein Rückgang um 5,2 Prozent.

Im SGB II waren zu Jahresbeginn 9.574 Ar­bei­ts­losen gemeldet, die­se Zahl sank an­schließend konti­nu­ierlich auf 8.775 im De­zem­ber – auch hier ein Rückgang um gut 800 Per­so­nen im Jahresverlauf und spür­bar weniger Zugänge in Ar­beitslosigkeit als 2024.

Anders der Bereich SGB III. Dort lag die Zahl der Arbeitslosen im Jah­res­durch­schnitt deut­lich hö­her als im Vorjahr. Wa­ren im Vor­jahr durchschnittlich 4.379 Men­sch­en arbeits­los im SGB III ge­mel­det, wa­ren es in 2025 mit 4.772Personen fast 9 Pro­zent mehr.

Trotz des Anstiegs liegt die Ar­beits­losigkeit im Kreis Steinfurt weiter­hin unter dem Bun­des- (6,3 Prozent) und NRW-Durch­schnitt (7,8 Prozent). Dies gilt ins­be­son­de­re auch für den Bereich der Grund­siche­rung für Arbeit­su­chen­de. Dort lag die Quote im Kreis Steinfurt bei 3,5 Prozent, wäh­rend sie auf Bundesebene 3,9 Pro­zent und auf Landesebene 5,4 Prozent betrug.



Arbeitslosigkeit nach sozio­demo­grafischen Merkmalen

Im Kreis Steinfurt sind fast zwei Drit­tel al­ler Arbeitslosen im SGB II ge­mel­det. Be­son­ders auf­fäl­lig ist: Alleinerziehende (89,2 Pro­zent) und Ausländer (79,8 Prozent) – und hier be­son­ders die Menschen aus den 8HKL-Staaten (89.5 Prozent) – sind fast im­mer arbeits­los in der Grund­sich­erung für Ar­beit­suchende gemeldet.

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Während sich die Arbeitslosigkeit in der Grund­sicherung für Arbeit­such­en­de bun­des­weit kaum verändert hat (0 Prozent) und in NRW leicht sank (−1 Prozent), ver­zeich­nete der Kreis Steinfurt mit −7,1  Prozent eine we­sent­lich stärkere Ab­nah­me. Ins­be­sondere die Grup­pe der U25-jäh­rigen ging im Kreis Steinfurt massiv zu­rück. Fast je­der fünfte junge Mensch kon­nte aus der Arbeits­losigkeit abgemeldet wer­den. Dagegen fiel der Rückgang in die­ser Altersgruppe auf Landes­ebe­ne mit knapp zwei Prozent viel niedriger aus. Auf Bundes­ebene stieg die Zahl der arbeits­lo­sen jungen Menschen sogar.

Auch bei der Gruppe der arbeits­losen All­ein­erziehenden trotzt der Kreis Stein­furt mit einem Rück­gang von 7 Prozent – im po­si­tiven Sinne – dem Bun­des- und Lan­des­trend.

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Arbeitslosigkeit und Qualifizierung

Die Arbeitslosigkeit konzen­triert sich stark auf gering qua­li­fizierte Men­schen, wäh­rend Personen mit abge­schlos­sener beruflicher oder aka­de­mischer Ausbildung deut­lich seltener arbeitslos sind.

Allerdings ist die Zahl der arbeits­lo­sen Geringqualifizierten in 2025 rück­läufig, während sich mehr Men­schen mit guter Ausbildung arbeits­los melden mussten. Gründe dafür sind die anhaltende wirtschaftliche Schwäche sowie die Umwälzungen durch die Trans­formation.

Eine gute Bil­dung ist weiterhin die beste Versich­erung gegen Arbeits­losigkeit.

Roswitha Reckels, Vorstandsvorsitzende jobcenter Kreis Steinfurt

Der Kreis Steinfurt steht sowohl ins­ge­samt als auch in allen Qualifi­ka­tions­gruppen bes­ser dar als das Land Nordrhein-West­falen oder der Bund.

Der Großteil – nämlich 72,4 Prozent – der Arbeit­suchenden im Bereich des SGB II hat kei­ne abge­schlos­se­ne Be­rufs­aus­bil­dung. Ihr An­teil ist in­ner­halb einer De­kade um 10,9 Pro­zent­punk­te angewachsen. Auffäl­lig ist, dass auch in der Grund­sich­erung für Arbeit­suchende die Zahl der gut aus­gebildeten Perso­nen in den ver­gangenen 12 Monaten stark ange­wachs­enen ist. Ihre Zahl stieg um 4,6 Prozent, während die Zahl der Menschen ohne Aus­bil­dung im glei­chen Zeitraum um 2 Prozent zurück­ge­gan­gen ist. Diese Entwicklung spie­gelt sich auch im The­men­feld „Schul­ab­schluss“ wi­der. So sank die Zahl der arbeit­su­chen­den Bürger­geld­beziehenden ohne Schul­ab­schluss um 618 Per­so­nen, gleich­zeitig stieg die Zahl der Personen mit Schul­ab­schluss: Haupt­schul­ab­schluss ‚(+7 Prozent), Mittlere Reife (+12,6 Prozent), Fach­hoch­schulreife (7,2 Prozent) und Abitur (7,6 Prozent).

Langzeitarbeits­losigkeit

  • Langzeitarbeitslosigkeit wächst weiter: 2025 wa­ren 5.448 Men­sch­en be­trof­fen (+4,6 % zum Vor­jahr), ihr Anteil liegt bei 58,8 % aller arbeits­losen Bürgergeldbeziehen­den.
  • Negativer Langfrist-Trend: Seit 2015 ist die Zahl der Langzeit­ar­beits­losen um fast 50 % gestie­gen.
  • Rückkehr in Arbeit deutlich schwieriger: Kurz­zeit­arbeits­lo­se fin­den wesentlich schnel­ler eine Arbeit, während Langzeitarbeits­lo­se deut­lich seltener aus der Ar­beitslosigkeit her­aus­kom­men.
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Detaillierte Erklärung zur Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit

In 2025 waren 5.448 Menschen län­ger als ein Jahr arbeits­los und da­mit lang­zeitarbeitslos im Bür­ger­geld­bezug – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an allen arbeits­lo­sen Bür­ger­geld­be­zieh­enden lag bei 58,8 Prozent.

Damit hat sich die Langzeit­ar­beits­losig­keit in den letzten zehn Jah­ren deutlich verschärft: Seit 2015 ist ihre abso­lute Zahl um 1.813 (49,9 Prozent) gestiegen.

Der Sprung aus der Arbeitslosig­keit her­aus, gelingt Men­schen, die noch nicht lange ar­beits­los gemeldet sind, deut­lich besser. Dies lässt sich sowohl jah­res­durch­schnitt­lich als auch im Jah­res­verlauf bele­gen.

In 2025 sank die Zahl der nicht lang­zeit­ar­beits­losen Personen um 5,2 Pro­zent, gleich­zeitig stieg die Zahl der Langzeit­arbeitslosen um 4,6 Prozent im Ver­gleich zu 2024. Innerhalb des Be­richts­jah­res wie­der­um meldeten sich 16,7 Pro­zent der nicht langzeitarbeits­lo­sen Perso­nen aus der Arbeitslo­sig­keit ab, hingegen sank die Zahl der Langzeit­arbeits­losen nur um 2,2, Prozent. Es ist also deut­lich schwe­rer für Men­schen, die lan­ge ohne Be­schäf­tigung sind, auf den Arbeitsmarkt zurück­zukehren.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Lang­zeit­arbeits­lo­sig­keit im Kreis Steinfurt im ver­gangenen Jahr weiter verfestigt hat: Rund zwei Drittel der arbeits­losen Bürger­geld­be­zie­hen­den waren in 2025 länger als zwei Jahre ohne Arbeit, jeder Vier­te sogar über fünf Jahre. Die durchschnittliche Dauer bis zum Ende der Arbeits­losig­keit liegt inzwischen bei 509 Tagen – ein An­stieg um über 153 Tage im Ver­gleich zu 2015.







Entwicklungen in der Grundsicherung

für Arbeitsuchende

Auf einen Blick: Regelleistungs­berechtigte

  • 2025 waren im Kreis Steinfurt durchschnittlich 22.702 Men­schen im Regelleistungs­bezug.
  • Positive Entwicklung setzt sich fort: Die Zahl der Regelleis­tungs­berechtigten sank im Jahresverlauf um 5,2 Prozent.

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte

  • Jahresdurchschnittlich gab es 16.413 erwerbsfähige Leistungs­berechtigte.
  • Positive Entwicklung: Im Jah­res­verlauf reduzierte sich die Zahl der erwerbsfähigen Leistungs­berech­tigten um 5,5 Prozent.
  • Deutliche Unterschiede nach Her­kunft: Erwerbsfähige Leis­tungs­be­rech­tigte aus der Ukra­ine sind über­wie­gend weiblich, aus den 8-HKL-Staa­ten mehr­heit­lich männ­lich und bei den deutschen Leis­tungs­bezieh­en­den ist das Verhält­nis nahezu aus­geglichen.
  • Der Männeranteil in den 8-HKL-Staaten sank von 63 % im Vor­jahr auf 58 % im Jahr 2025.
  • Die Mehrheit der erwerbsfäh­igen Leistungs­berech­tig­ten ist ausländischer Herkunft.
  • In 2025 ist die Zahl nicht deut­scher erwerbsfähiger Leistungs­be­rechtigter erstmals wieder gesunken.

Kinder im Leistungsbezug

Im Kreis Steinfurt waren 2025 weniger Kinder im Leistungs­bezug als im Vorjahr. (-3,7 Prozent).

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Detaillierte Erläuterung - Kinder im Leistungsbezug

Im Jahresdurchschnitt waren 6.283 nicht erwerbs­fähige Leistungs­berech­tig­te im Bürgergeldbezug. Zu dieser Gruppe gehören alle Kinder im Bürger­geld­be­zug, die das 15. Lebens­jahr noch nicht er­reicht haben. Sie stellen gut 97 Prozent der nicht erwerbsfähigen Leistungs­berechtigten. Die übrigen drei Prozent sind Menschen, die auf­grund ihrer gesund­heitlichen Leis­tungsfähigkeit bzw. evtl. recht­licher Ein­schrän­kungen nicht in der Lage sind, mindes­tens drei Stun­den unter den üblichen Be­dingungen des all­ge­mei­nen Arbeitsmarktes zu ar­bei­ten.

Die Zahl der nicht erwerbs­fä­hi­gen Leistungs­be­rech­tig­ten ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent gesunken. Es ist der ers­te Rückgang seit 2021. Insgesamt ist die Entwicklung innerhalb der ver­gang­enen De­ka­de positiv, da im Berichtsjahr 902 nicht erwerbsfähige Leis­tungs­berechtigte weniger im Bezug sind als in 2015.

Mehrheitlich sind die Kinder im Leistungsbezug zwi­schen 6 und 14 Jahre alt. Die unter Drei­jäh­rigen sowie die Gruppe der drei- bis sechsjährigen Kinder stel­len 17,3 bzw. 20,5 Prozent aller nicht erwerbs­fä­hi­gen Leistungs­berechtigten.



Herkunft der Kinder im Bürger­geld­bezug

Die Mehrheit der Kinder im Leis­tungs­bezug hat die deut­sche Staats­bürgerschaft.

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52 Prozent der nicht erwerbs­fä­hi­gen Leistungs­be­rech­tig­ten in 2025 waren deu­tsche Staats­bür­ger­innen und Staats­bürger. Dies stellt ein Plus von 1,8 Prozent im Ver­gleich zum Vorjahr dar. In ab­so­luten Zah­len: 3.270 deut­sche Kinder waren im Bürger­geldbezug. Dem­ge­gen­über stan­den 3.013 Kinder mit aus­län­disch­er Staatsange­hörig­keit (-1,9 Prozent).

Bedarfs­gemeinschaften

Die Zahl der Bedarfs­gemein­schaf­ten im Kreis Stein­furt sank inner­halb des Jahres um 5,8 Pro­zent.

In über der Hälfte der Be­darfs­ge­mein­schaften leb­te nur eine leis­tungsberechtigte Person

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Detailliertere Erläuterung zur Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften

Alle Menschen, die finan­ziel­le Leis­tungen vom Job­center er­halten, leben in so­genannten Be­darfs­ge­mein­schaften – also Haus­hal­ten, in de­nen gemein­sam gewirtschaftet wird. Dies kön­nen Ein- oder Mehr­per­so­nen­haushalte sein.

Im Jahr 2025 gab es jahres­durch­schnittlich 11.951 Bedarfs­gemeinschaften im Kreis Stein­furt. Nach einem Anstieg im Fe­bru­ar sank ihre Zahl an­schließ­end kon­tinuierlich auf 11.509 im Dezember. Das war ein Rück­gang von 703 Be­darfs­ge­mein­schaften oder 5,8 Prozent in­ner­halb eines Jahres.

Erstmals seit vier Jahren schreibt das Job­cen­ter wie­der sinkende Bedarfs­gemeinschafts­zah­len.

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In den Bedarfsgemein­schaf­ten leb­ten Männer und Frau­en, die Hil­fe vom Jobcenter erhiel­ten, mehr­heit­lich allein in so­genannten Single-Haus­hal­ten. In gut einem Drittel leb­ten Familien.

Innerhalb einer Dekade ist die Zahl der Bedarfs­ge­mein­schaften, in de­nen Eltern mit Kindern zu­sam­men­leben um 6,6 Prozentpunkte zurück­ge­gan­gen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Single-Be­darfs­ge­mein­schaf­ten um mehr als sieben Pro­zent­punkte.

Obwohl seit dem Überfall Russ­lands auf die Ukra­ine vie­le Mütter mit ihren Kin­dern aus dem ost­eu­ro­pä­isch­en Staat zu uns geflo­hen sind, ist die Zahl der Allein­er­zieh­en­den-Bedarfsge­mein­schaf­ten dennoch seit zehn Jahren kon­tinu­ier­lich rück­läufig.



Leistungs­minderungen

98,7 Prozent aller erwerbs­fäh­igen Leistungs­berech­tig­ten waren von keiner Leis­tungs­minderung betroffen.

Insgesamt sprach das Job­center 1.650 Leistungsminderungen mehr aus als in 2024.

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Detailliertere Erklärung zu den Leistungs­minderungen

Das jobcenter Kreis Stein­furt hat in 2025 spürbar häufiger Leis­tung­en ge­kürzt als noch im Vor­jahr. Es wurden insgesamt 2.834 Leistungs­min­derungen aus­ge­sprochen. Das waren 139,4 Pro­zent mehr als in 2024.

Rund 95 Prozent aller Leis­tungs­minderungen fielen auf Melde­ver­säum­nisse. In absoluten Zah­len waren das etwa 2.711 Fälle. Ge­meint sind Situationen, in de­nen Bürgergeldbezie­hen­de einen Termin beim Job­center oder bei einem Träger ohne anerkannten wichtigen Grund nicht wahr­genommen haben. Das heißt, Leistungs­min­de­run­gen wur­den fast aus­schließ­lich wegen ver­säum­ter Vorsprachen ver­hängt und nicht wegen ver­wei­gerter Arbeits­auf­nah­men oder abgebrochener Ein­glie­de­rungsmaß­nah­men.

Trotz der hohen Gesamt­zahl bleibt der Kreis der be­troffenen Perso­nen ver­gleichs­weise klein. Im Jahr 2025 waren rund 1.602 er­werbs­fäh­ige Leistungs­be­rech­tigte mindestens ein­mal von ei­ner neu ver­häng­ten Leistungs­min­derung betroffen. Im Durch­schnitt entsprach das einem An­teil von 1,3 Prozent aller er­werbs­fähigen Leistungs­be­rech­tigten. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 0,6 Pro­zent. Die große Mehr­heit der Bürgergeld-Beziehenden hatte in 2025 nichts mit Leistungs­min­de­run­gen zu tun.

Ziele und Ziel­vereinbarungen

Die Grundsicherung für Ar­beit­suchende soll die Ei­gen­ver­antwortung von hilfe­be­dürf­tigen Männern und Frau­en stärken und dazu beitra­gen, dass sie ihren Lebens­unterhalt wieder unabhängig aus eigenen Mitteln und Kräf­ten bestreiten können. Das ist nach dem Willen des Gesetz­ge­bers Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeit­such­ende. Aus die­sem Grund­satz leiten sich folgende drei geschäftspolitische Ziele für uns ab:

1. Verringerung der Hilfebedürftigkeit,

2. Verbesserung der Inte­gra­tion in Erwerbs­tät­ig­keit und

3. die Vermeidung von Lang­zeitleistungsbezug.

Diese allgemeingültigen Ziele werden in Kennzahlen dar­ge­stellt, an­hand derer bundes­weit die Leistungsfähigkeit al­ler Jobcenter gemes­sen wer­den kann. Um aber den be­son­deren sozioökono­misch­en Struk­tu­ren der einzelnen Regionen gerecht zu werden, schließt jedes Job­cen­ter ge­mäß § 48a SGB II dazu eine individuelle Zielvereinbarung mit dem zuständigen Minis­te­rium seines Bundeslandes ab.



jobcenter Kreis Steinfurt Etat

Finanzieller Rahmen

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Insgesamt belaufen sich die Kos­ten für die Grundsicherung für Arbeit­such­en­de im Kreis Steinfurt auf 242,0 Millionen Euro. Das sind rund 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Bund und der Kreis Steinfurt teilen sich diese Kosten. So über­nimmt der Bund die Finanzierung der Leistungen zum Lebens­unter­halt und zur Ein­glie­derung in Ar­beit vollständig. Darüber hinaus beteiligt er sich an den Verwal­tungs­kosten mit 84,8 Prozent und trägt die Kosten für die Unterkunft von Flüchtlingen vollständig. Bei den verbleibenden Kosten für die Unterkunft übernimmt der Bund 27,6 Prozent. Insgesamt belaufen sich seine Ausgaben für die Grund­sicherung für Arbeitsuchende im Kreis Steinfurt somit auf gut 174,89 Millionen Euro.

Der Kreis Steinfurt als zugelas­se­ner kommunaler Träger über­nimmt einen ge­ringen Teil der Verwaltungskosten, d.h. Auf­wen­dungen für eigene Perso­nal- und Sachleistungen. Außerdem trägt er alle einmaligen Leistungen im Be­reich Kosten der Unterkunft, wie beispielsweise Umzugskosten oder Miet­kautionen, und übernimmt auch den Großteil der Kosten für die Unterkunft insgesamt. Für das Jahr 2025 belaufen sich die Kosten für den Kreis Steinfurt auf rund 67 Millionen Euro im Bereich SGB II. Das sind 0,04 Millionen Euro weni­ger als im Vorjahr.



Ausgaben ausgewähl­ter arbeitsmarkt­poli­tischer Instrumente

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Wir haben im vergangenen Jahr 10,1 Millionen Euro für die Be­schäf­tigungs­för­derung, Qualifi­zie­rung, berufliche Weiterbildung und Lohnkosten­zu­schüs­se aus­ge­geben. Das waren 1,9 Millionen Eu­ro weniger als im Vorjahr.

Ein Großteil der Teilnehmenden pro­fitierte von Maßnahmen zur Ak­tivierung und beruflichen Ein­gliederung. Hierbei handelt es sich um individuelle Ein­glie­de­rungs­leis­tungen, die ganz auf den persönlichen Qualifizierungs­be­darf des Einzelnen zugeschnitten sind. Sie sollen die passgenaue Vermittlung in Arbeit ermöglichen, weil sie bei den Leistungsbe­rech­tig­ten Qualifizierungs­lücken schließen, Stärken ausbauen und Vermittlungshemmnisse abbauen.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt un­serer arbeitsmarktpolitischen Instru­men­te waren die Beschäf­ti­gung schaffenden Maßnahmen. Sie richten sich an Menschen, die schon lange keiner Erwerbstätig­keit nachgegangen sind und häufig multiple Vermittlungshemmnisse aufweisen. Insgesamt 376 neue Teil­nehmende profitierten von die­sen Maßnahmen, die sie Stück für Stück näher an den Arbeitsmarkt heranführen.



Entwicklungen im Jobcenter

Was uns ausmacht

Gemeinsam erfolgreich

Haltung zeigt sich nicht in Rou­ti­nen. Sie zeigt sich dort, wo Ent­schei­dungen nicht einfach sind, wo unter­schied­liche Erwartungen aufeinandertreffen und wo es da­rauf ankommt, Verantwortung zu übernehmen. Für uns im Job­cen­ter ist Haltung kein abstrakter An­spruch, sondern Grundlage unse­res täglichen Han­delns – im Um­gang miteinander ebenso wie im Kon­takt mit den Menschen, die wir unterstützen.

Unsere Mitarbeitenden leisten hier­zu täglich einen wich­tigen Bei­trag: mit Fachwissen, Engage­ment und der Bereitschaft, auch in her­aus­fordernden Situ­ation­en zuzuhören, abzuwägen und tragfähige Lösungen zu ent­wick­eln. Ehrlichkeit und Vertrauen sind dabei keine Schlagworte, sondern zentrale Voraussetzungen für gute und verlässliche Arbeit.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Wir sind überzeugt, dass gute Er­geb­nisse nicht allein durch Struk­tu­ren entstehen, sondern durch Menschen, die gemeinsam Verant­wortung übernehmen. Deshalb setzen wir bewusst auf flache Hierarchien, kurze Wege und eine offene Kommunikation. Teamgeist steht für uns im Mittelpunkt.

Wir fördern den Austausch über unsere Sach­gebiets­gren­zen hin­weg und geben Gelegenheiten für Feed­back und Zusammenarbeit. So schaffen wir ein Ar­beits­umfeld, das von Verlässlichkeit und gegen­sei­tiger Unterstützung geprägt ist.

Mut, Leidenschaft und die Lust etwas zu bewegen sind echte Superkräfte.

Tanja Schmidt, Vorstand

jobcenter Kreis Steinfurt

Gute Arbeitsbedingungen ver­ste­hen wir dabei nicht als Zusatz, sondern ein Muss. Moderne Aus­stat­tung, mo­bi­les Arbeiten und die Weiter­entwicklung digitaler Pro­zes­se sind ebenso selbst­ver­ständ­lich wie ein Umfeld, in dem Mit­ar­bei­tende sich einbringen können und ge­hört werden. Denn echte Zu­sammenarbeit entsteht dort, wo Beteiligung möglich ist.

Wir sind eine lernende Organisation

Als Organisation entwickeln wir uns kontinuierlich wei­ter, hinter­fra­gen unser Handeln und passen uns an neue Anforderungen an. Wir investieren gezielt in die Fähig­kei­ten unserer Mitarbeitenden. Qua­lifizierung ist für uns kein Pflicht­programm, sondern ein zen­traler Be­standteil unserer Arbeit.

Unsere Personalentwicklung bie­tet ein breites Spek­trum an Fort- und Weiterbildungen. Diese rei­chen von spezialisierten fachlichen Themen – etwa im Auslän­der­recht, im Rentenrecht für die Leistungs­gewährung und im Bereich Bil­dungs- und Berufskunde für die Ar­beitsvermittlung. Wie schon im Vor­jahr lag ein Fort­bildungs­schwer­punkt auf der Weiter­ent­wicklung der Beratungsqualität. Zahlreiche Mitarbeitende wurden in motivierender Gesprächsfüh­rung geschult. Denn gu­te Beratung entsteht nicht zufällig, sondern ba­siert auf Zuhören, Klarheit und dem gemeinsamen Entwickeln von Perspektiven.

Auch unsere Führungskräfte ent­wick­eln wir gezielt wei­ter. Denn sie tragen eine besondere Verant­wor­tung. Sie geben Orientierung, er­mög­lichen Beteiligung und schaf­fen ein Umfeld, in dem Vertrauen wachsen kann und Verantwortung geteilt wird.

Aufeinander achten

Die Anforderungen im Arbeits­all­tag nehmen zu. Umso wichtiger ist es, die Gesundheit unserer Mitar­bei­ten­den zu stärken. Dazu setzen wir auf Maßnahmen des Betrieb­lichen Gesundheitsmanagements, gemein­schaf­tliche Aktivitäten sowie Qualifizierungen zu The­men wie Resilienz und Selbstfürsorge.

Ergänzend wurden Führungskräfte darin geschult, An­zeichen psych­ischer Belastungen frühzeitig zu erken­nen und angemessen darauf zu reagieren. Sie sollen genau hin­sehen, Belastungen frühzeitig an­sprech­en und gemeinsam mit betrof­fenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Lösungen entwickeln können.

Ein guter Start

Für unser Team suchen wir Men­sch­en, die nicht nur Auf­gaben erle­di­gen, sondern auch Verant­wor­tung über­nehmen und gut ins Team passen.

Erstmals haben wir in Kooperation mit der CBS Uni­ver­sity of Applied Science Campus Rheine einen dua­len Studienplatz im Bereich Soziale Arbeit angeboten. Darüber hinaus erweiterten wir unser An­gebot um den dualen Studiengang Bachelor of Laws sowie den dua­len Studiengang „Soziale Sich­erung und Sozial­ver­wal­tungs­wirt­schaft“. Gleichzeitig ermöglichten wir Mitar­beitenden die Teilnahme am Verwaltungslehrgang II des Studieninstituts Westfalen-Lippe.

Wir wissen, ganz egal, ob Berufs­an­fänger, Quer­ein­stei­ger oder Exper­te: Ein guter Start ist entscheidend für eine erfolgreiche Zusammenar­beit. Daher möchten wir, dass sich unsere neuen Kolleginnen und Kollegen von Beginn wohl- und willkommen fühlen. Unser struk­turierter Onboarding-Prozess ver­bindet fachliche Einarbeitung mit persönlicher Begleitung und schafft Raum für Austausch und Begegnung.

Denn wir sind überzeugt: Zusammenarbeit beginnt mit Zu­gehörigkeit. Sie entsteht dort, wo Menschen sich als Teil eines Teams verstehen, Verantwortung teilen und gemeinsam wachsen.

Wandel aktiv gestalten

Veränderungen gehören für uns als Jobcenter zum All­tag. Ob die Ein­füh­rung des Bürgergeldes oder die kurz­fristige Aufnahme von Ge­flüch­te­ten aus der Ukraine – wir set­zen politische Entscheidungen verlässlich um und stellen sicher, dass Unterstützung dort an­kommt, wo sie gebraucht wird.

Veränderungen sind Chancen

Wir reagieren nicht nur auf äußere Ver­änderungen, sondern wir über­neh­men selbst Verantwortung – pro­aktiv.

Bereits 2024 haben wir gemeinsam mit den Bürger­meis­terinnen und Bür­germeistern aller 24 Kommu­nen im Kreis Steinfurt unsere Struk­turen kritisch hinter­fragt. Aus­gangspunkt war die klare Er­kennt­nis, dass ein „Weiter so“ den wachsenden Anforderungen nicht gerecht werden würde.

Die bisherige Aufgabenverteilung, bei der die Kommu­nen für die pas­sive Leistungsgewährung ver­ant­wort­lich waren und die AöR alle weiteren Leistungen über­nommen hat, geriet zunehmend unter Druck. Die Grün­de dafür waren un­ter anderem der zunehmende Fach­kräftemangel, die steigende Kom­plexität in der Fall­be­ar­bei­tung, veränderte Kunden­struk­tu­ren und da­mit einhergehend wachs­en­de Belastungen in der Sach­bearbeitung. Für uns war klar: Wenn die Leis­tungs­gewährung nicht verlässlich funktioniert, ist die Unterstützung für die Men­sch­en gefährdet.

Vor diesem Hintergrund haben alle Beteiligten ge­mein­sam das Ziel for­muliert, die Organisation un­se­res Jobcenters so weiterzu­ent­wick­eln, dass sie auch unter schwie­rigen Bedingungen stabil bleibt, eine qualitativ hochwertige Aufgabenwahrnehmung ermög­licht und zugleich gute Arbeits­be­dingungen für die Mit­ar­bei­ten­den bietet. Dieser Prozess war von An­fang an geprägt von einem offenen Dialog, von Transparenz sowie von Ehrlichkeit und Vertrauen im Um­gang miteinander. Uns war und ist es in diesem Prozess wichtig: Ver­ant­wor­tung gemeinsam zu tragen und die unter­schied­lichen Pers­pek­tiven und Erwartungen zusam­men­zu­führen.

Im Ergebnis haben wir im vergan­gen­en Jahr gemein­sam ein neues Organisationsmodell entwickelt, das auf stärkere Zusammenarbeit und mehr Stabilität aus­ge­richtet ist. Künftig sollen aktive und pas­sive Leis­tungs­bereiche in dezen­tra­len Dienstleistungszentren en­ger zusammenarbeiten. Damit bleibt die Präsenz in der Fläche er­halten, während gleichzeitig durch größe­re Einheiten Synergien ge­nutzt, Ausfallrisiken redu­ziert und Entwicklungsmöglichkeiten für Mit­ar­bei­ten­de verbessert werden. Einheitliche Qualitäts­stan­dards und Servicezeiten sorgen zudem für mehr Verläss­lichkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bür­gern.

Sechs Kommunen haben sich be­reits Anfang 2025 ent­schieden, die Aufgabe der passiven Leis­tungs­ge­wäh­rung zurückzugeben. Mit Wir­kung zum 1. Januar 2026 wurde dieser Schritt in Greven, Wester­kap­peln, Laer, Horstmar und Nord­walde umgesetzt – Rheine folgt im Sommer 2026.

Während der gesamten Umstel­lungs­phase war es für uns ent­schei­dend, den Prozess gemein­sam mit den be­troffenen Kommu­nen sowie unseren Mitarbei­ten­den zu gestalten, transparent zu kom­mu­nizieren und die Leis­tungs­ge­wäh­rung jederzeit sicherzustellen. Dabei galt durchgehend der Grund­satz, dass Qualität Vorrang vor Geschwindigkeit hat. Das ist uns gelungen!

Ein solcher Transformations­pro­zess ist aber nur mög­lich, weil vie­le unserer Mitarbeitenden bereit waren, über ihre eigent­lich­en Auf­gaben hinaus Verantwor­tung zu übernehmen. Sie haben die Verän­de­rungen aktiv mit­ge­stal­tet und paral­lel ihre tägliche Arbeit zu­ver­läs­sig fortgeführt. Dieses En­ga­ge­ment zeigt, was unsere Be­hör­de ausmacht: Teamgeist, ein star­kes Mitein­an­der und die Bereit­schaft, zusammen tragfähige Lö­sun­gen zu entwickeln.

Gemeinsam haben wir so die Grund­lage für eine ver­läss­liche Un­terstützung der Menschen im Kreis Stein­furt und für uns als Be­hör­de, die auch in Zukunft hand­lungs­fäh­ig bleibt, geschaffen. Die­sen Weg werden wir in den kom­menden Jah­ren fortsetzen.



Neues Sachgebiet bringt Verbesserungen

Mit der Einrichtung des neuen Sach­gebiets „Inte­gra­tion und Be­ratung“ im Jahr 2025 setzen wir ein klares Zeichen: Wir gestalten un­sere Strukturen aktiv weiter, um Menschen noch gezielter in Arbeit zu bringen und der Vermitt­lungs­of­fen­sive noch besser Rechnung zu tra­gen. Haltung zeigt sich für uns darin, Bestehendes zu hinterfragen und dort neu zu denken, wo wir Po­ten­zia­le für bessere Zu­sam­men­arbeit und wirksamere Unter­stüt­zung sehen.

Ein zentrales Element dieser Neu­aus­richtung ist der Arbeit­geber­ser­vice. Dieser war bislang in jobaktiv in den jeweiligen Regionen veror­tet. Seine Arbeitsweise und seine Bedeutung wurde je nach Standort unter­schied­lich interpretiert. Die Arbeitsergebnisse vari­ier­ten dem­ent­sprechend stark. Mit der zen­tra­len Auf­stel­lung haben wir einheit­liche Standards geschaffen, um allen Unternehmen im gesamten Kreisgebiet eine ver­läss­liche und qualitativ hochwertige Beratung zu bie­ten. Gleichzeitig bleibt der Arbeitgeberservice bewusst regio­nal verankert. Feste Ansprech­part­nerinnen und Ansprechpartner vor Ort sichern die Nähe zu den Be­trie­ben, während ein regelmäßiger Aus­tausch, eine gemein­same Pla­nung und strukturiertes Vorgehen einheit­liche Qualitätsstandards garantieren.

Die Aufgabe des Arbeitgeber­ser­vi­ce bleibt auch im neu­en Sach­ge­biet bestehen: Er berät Unterneh­men zu Fördermöglichkeiten und Qualifizierungsangeboten, unter­stützt bei der Besetzung offener Stellen und för­dert aktiv die Inte­gra­tion in den Arbeitsmarkt. Mit For­ma­ten wie Bewerbertage, Speed­datings oder Be­triebs­be­sich­tigungen schafft er direkte Begegnungen und eröffnen kon­krete Chancen für unsere Kundin­nen und Kunden. Gleichzeitig ent­steht durch die enge Vernet­zung mit Arbeitgebern und Wirtschafts­ver­bän­den ein belastbares Netz­werk, das den Zugang zum Arbeits­markt für unsere Kundinnen und Kunden nachhaltig verbessert.

Im neuen Sachgebiet bündeln wir den Arbeit­ge­ber­ser­vice mit den Be­reichen Arbeitsgelegenheiten und be­schäf­tigungsbegleitendes Coaching. Mit dieser Ent­schei­dung schaf­fen wir Synergien und richten unsere Angebote noch konse­quen­ter auf das Ziel der nach­hal­tigen In­tegration unserer Kundinnen und Kunden aus.

Insbesondere die Arbeits­gele­gen­hei­ten werden wir be­wusst wei­terentwickeln. Sie sollen noch stärker als Brücke in den Arbeits­markt wirken und Menschen da­bei unterstützen, den nächsten Schritt in Richtung re­gu­lärer Beschäf­ti­gung zu gehen. Ergänzend beglei­ten Coaches die Integrationspro­zes­se und tragen dazu bei, Arbeits­aufnahmen zu stabilisieren und nachhaltig zu sichern. Gerade für Menschen mit komplexeren Ver­mitt­lungshemmnissen entsteht so eine verlässliche Un­terstützung, die längerfristig trägt und stabili­sie­rend wirkt.

Die neue Struktur stärkt auch die Zusammenarbeit innerhalb des Jobcenters. Durch die zentrale Bün­de­lung der Kompetenzen und eine klare organisatorische Veran­kerung schaffen wir verbindliche Zuständig­kei­ten und Entwick­lungs­perspektiven. Gleichzeitig bleibt die enge Verzahnung mit den vier Regionalbereichen erhal­ten – denn erfolgreiche Integration braucht Nähe, Austausch und ein gemeinsames Verständnis vor Ort. Wir wollen, dass die Arbeits­ver­mitt­lung, die neue Ser­vice­stelle und jobaktiv künftig im Schulter­schluss Po­ten­ziale unserer Kundin­nen und Kunden frühzeitig erken­nen und die Menschen passgenau auf ihrem Weg in Arbeit begleiten.



Individuelle Wege in Arbeit – passgenaue Unterstützung durch jobaktiv

Im Jahr 2025 wurde die Maß­nah­me jobaktiv konse­quent an verän­derte Bedarfe und Rahmen­be­ding­ung­en angepasst. Vor dem Hinter­grund der Vermittlungs­offensive sowie rückläufiger Belegungs­zah­len wurde das bisherige Konzept der Jobakademien weiter­ent­wick­elt und durch flexiblere, indivi­du­el­lere Bausteine ersetzt. An ihre Stel­le traten die „Bewerbungs-Dienst­leis­tungen“ und das „JOB-Coaching“.

Beide Ansätze verfolgen ein ge­mein­sames Ziel: Men­schen nicht schematisch zu begleiten, sondern pass­genau zu unterstützen. Während die Bewerbungs-Dienst­leis­tungen auf eine möglichst schnel­le Integra­tion in den Arbeits­markt ausgerichtet sind, bietet das JOB-Coaching Raum für Orien­tie­rung, Stabilisierung und Qualifi­zie­rung. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, welcher Weg für die einzelne Person real­is­tisch und nachhaltig ist.

Dass dieser Ansatz greift, zeigt sich auch in der kon­kre­ten Umsetzung: Im Jahr 2025 wurden kreisweit 108 Workshops mit 457 Teilneh­men­den, 16 Fokusgruppen mit 288 Teil­nehmenden sowie 8 Informations­ver­an­stal­tungen durchgeführt. Die Themen waren vielfältig und praxis­nah – von Bewerbungs­stra­te­gien und Stel­len­recherche über arbeitsrechtliche Fragen bis hin zur Anwendung der deutschen Spra­che im beruflichen All­tag und der Vorbereitung auf Vorstellungs­ge­sprä­che.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die en­ge Verzahnung der Angebote. Über den neuen Veranstaltungs­ka­lender auf der Homepage werden Interessierte gezielt ange­spro­chen. Gleichzeitig gelingt es zunehmend, Teil­neh­men­de aus Workshops und Begegnungsformaten in weiter­füh­ren­de Angebote zu überführen. So konnten bei­spiels­weise für eine Fo­kus­gruppe im Bereich be­rufs­be­zogene Sprachförderung gezielt 14 Interessierte ge­won­nen und er­folg­reich in das Angebot einge­bun­den werden.



Vernetzt denken, verbunden handeln

Digitalisierung: Gut ist, was nützt

Digitalisierung verstehen wir als wich­tigen Baustein, um unsere Ar­beit an ver­änderte Anforde­rung­en anzupassen und Prozesse effizien­ter zu gestalten. Ziel ist es, Leis­tun­gen, Abläufe und Infrastrukturen kontinuierlich weiter­zu­ent­wickeln und eine sichere, effiziente sowie nutzerfreundliche Interaktion mit Bürgerinnen und Bürgern zu er­mög­lichen.

Dabei steht der konkrete Nutzen im Vordergrund: Digitale Lösungen sollen Arbeitsprozesse unter­stüt­zen, vereinfachen und verbessern. Deshalb richten wir unsere Ange­bo­te sowohl an den Bedürfnissen un­serer Mitarbeitenden als auch an denen unserer Kundinnen und Kun­den aus.

Ein Beispiel ist unser soziales Intra­net, das wir fortlaufend weiter­ent­wickeln. Durch regelmäßiges Feed­back und Nutzerbefragungen grei­fen wir An­for­de­rungen frühzeitig auf und setzen Verbesserungen ge­zielt um. So bleibt das Intranet ein zentrales Instrument für Infor­ma­tion, Austausch und Zusam­men­ar­beit im Arbeitsalltag.

Auch für unsere Kundinnen und Kun­den bauen wir digitale Ange­bo­te aus. Ein Veranstaltungs­ka­len­der ermöglicht es, passende Ange­bote und Termine eigenständig zu finden. Darüber hinaus haben wir unsere Maßnahmen auf der Web­site transparent dargestellt und mit Filterfunktionen ergänzt, um die Orientierung zu erleichtern. Damit gehen wir bewusst einen Schritt weiter: Wir stärken die Ei­gen­verantwortung unserer Kun­din­nen und Kunden und trau­en ihnen zu, ihren Integrations­pro­zess aktiv mitzugestalten.

Anträge – wie Veränderungs­mittei­lungen sowie Erst- und Weiter­be­wil­li­gungs­anträge – können online gestellt werden. Auf diese Mög­lich­keit wei­sen wir gezielt hin, um die Nutzung weiter zu erhöhen.

Ein weiterer Baustein ist die digi­tale Bewerberbörse, die Unter­neh­men eine direkte Möglichkeit bie­tet, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu fin­den. Gleichzeitig schaffen wir für arbeitsmarktnahe Kundinnen und Kunden zusätz­liche Chancen, sichtbar zu werden und in Beschäftigung zu kommen. Perspektivisch planen wir zudem, digitale Terminvereinbarungen zu ermög­lichen, um den Zugang zu unseren Leistungen weiter zu vereinfachen.

KI – wenn’s hilft

Ein zentrales Zukunftsthema ist für uns der Einsatz von Künstlicher In­telli­genz. Wir möchten sie dort ein­setzen, wo KI für uns einen echten Mehrwert bietet. Gleichzeitig hat der Schutz sensibler Daten für uns höchste Priorität. Deshalb wägen wir Chancen und Risiken bewusst ab und gehen diesen Weg mit der notwendigen Verantwortung.

KI kommt bereits heute bei uns in verschiedenen Bereichen unter­stützend zum Einsatz. In der Bera­tung entstehen beispielsweise zu­sätzliche Möglich­keiten, etwa bei der Erstellung von Bewerbungs­un­terlagen oder der Vor­be­rei­tung auf Vorstellungsgespräche. Ziel ist es, digitale Kompetenzen unserer Kun­dinnen und Kunden zu stärken und passende Anwendungen praxisnah nutz­bar zu machen.

Auch intern wird der Einsatz von KI weiterentwickelt, insbesondere zur Un­ter­stützung bei wieder­keh­ren­den und standardisierbaren Auf­gaben. Damit sollen Freiräume für persönliche Beratung und indi­vi­duelle Betreuung ge­schaf­fen wer­den.

Auch die Digitalisierung unserer Eingangspost ist ein wichtiger Schritt. Künf­tig soll physische Post zentral digital erfasst und den Mit­arbeitenden direkt zur Verfü­gung gestellt werden. Damit reduzieren wir Bearbeitungszeiten, ver­meiden Medienbrüche und gehen konse­quent in Richtung eines papier­ar­men Arbeitens – selbstverständlich unter hohen Datensicher­heits­stan­dards.

Wenn etwas nicht funktioniert, machen wir es eben anders.

Thomas Robert, Vorstand

jobcenter Kreis Steinfurt

Dabei ist uns bewusst: Digitalisierung ist ein fortlaufender Prozess. Als lern­en­de Organisation sind wir bereit, neue Wege zu geh­en, Erfahrungen zu sam­meln und auch Fehlentscheidungen zu korri­gieren. Ein Beispiel dafür ist die Einführung einer digitalen Po­ten­zial­analyse zu Beginn des Jahres 2025. Trotz anfänglicher Erwar­tun­gen zeigte sich in der praktischen Anwendung, dass die Ergebnisse nicht den erforderlichen Qualitäts­ansprüchen genügten. Daher ha­ben wir bewusst die Entscheidung getroffen, das Verfahren zu be­en­den. Für uns ist das kein Rück­schlag, denn wir lernen aus Erfahr­ungen, pas­sen unsere Ansätze an und entwickeln uns konsequent weiter.

Soziale Netzwerke machen uns stark

Vernetzung wird heute häufig mit Digitalisierung gleichgesetzt. Dieses Ver­ständ­nis greift jedoch zu kurz. Denn Menschen haben sich schon immer ver­netzt – lange be­vor es digitale Technologien gab. Die Fähigkeit, sich auszu­tau­schen, gemeinsam Lösungen zu ent­wick­eln und voneinander zu lernen, ist seit jeher Grundlage von Fort­schritt.

Auch für unsere Arbeit ist Vernet­zung unverzichtbar. Intern setzen wir be­wusst auf Teamarbeit und offenen Austausch. Extern arbeiten wir eng mit kommunalen und re­gio­nalen Akteuren zusammen – darunter Bildungs­trä­ger, Kammern und engagierte ehrenamtlich tä­tige Bürgerinnen und Bürger. Diese Netzwerke ermöglichen es uns, Chan­cen und Perspektiven für Men­sch­en im Bürgergeldbezug zu schaffen. Sie sind es, die uns und unsere Arbeit erfolgreich machen.

Aktionsbündnis „Ver­netzte Bildungsräume Münsterland“

Ein Beispiel für diese gelebte Zu­sam­menarbeit ist das Aktions­bünd­nis „Ver­netzte Bildungsräume Münsterland“. Seit 2023 arbeiten hier unter anderem die Regional­agen­tur Münsterland, die Agen­tu­ren für Arbeit, die kommunalen Jobcenter, die Industrie- und Han­dels­kammer, die Handwerks­kam­mern so­wie der Deutsche Gewerk­schaftsbund des Münsterlandes eng zusammen. Ziel ist es, Bil­dungs­angebote besser zu verzah­nen und neue Wege für Quali­fi­zie­rung und Beschäftigung zu eröff­nen.

Im Jahr 2025 stand das Thema Teil­qualifizierung im Mittelpunkt der gemein­samen Aktivitäten. Teil­qualifizierungen bieten insbe­son­de­re Erwachsenen über 25 Jahren die Möglichkeit, schrittweise be­ruf­liche Kompetenzen zu er­wer­ben und perspektivisch einen an­er­kann­ten Berufsabschluss zu er­rei­ch­en. Sie sind flexibel gestaltet und orientieren sich an den indivi­du­ellen Le­bens­lagen der Teil­neh­men­den. Damit eröffnen sie neue Chancen für Men­schen, die bislang keinen Zugang zu klassischen Aus­bildungswegen hatten.

Um diese Möglichkeiten sichtbarer zu machen, hat das Aktions­bünd­nis im gesamten Münsterland Ak­tions­tage initiiert. Im Rahmen die­ser Initiative fan­den im Juni 2025 zwei Veranstaltungen bei uns in Steinfurt und Rheine statt. Mehr als 200 Interessierte nutzten die Ge­legenheit, sich über verschie­de­ne Berufsfelder wie beispielsweise Lagerlogistik oder Berufskraft­fah­rer und kon­krete Qualifizierungs­we­ge zu informieren. Ziel war es, praxis­nahe Pers­pek­tiven aufzu­zei­gen und vorhandene Potenziale ge­zielt zu aktivieren.

Ehrenamt stärken, damit Integration gelingt

Die Integration von geflüchteten Menschen ist eine gemeinsame Aufgabe – und sie gelingt nur im Zusammenspiel vieler engagierter Akteurinnen und Ak­teure. Eine be­son­dere Rolle kommt dabei den zahl­reichen Ehren­amt­lich­en zu, die sich mit großem Einsatz in der Flücht­lingshilfe engagieren. Sie be­gleiten Menschen im Alltag, ge­ben Orientierung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Ankommen vor Ort.

Diese Arbeit verdient nicht nur An­erkennung, sondern auch gezielte Unter­stüt­zung. Daher ist es unser Anspruch, Orientierung zu geben, Zusam­men­hän­ge verständlich zu machen und im komplexen Sys­tem sozialer Leis­tun­gen kompe­tent zu beraten.

Um die Vernetzung mit dem Ehren­amt weiter zu stärken, beteiligten wir uns aktiv an dem Arbeitskreis „Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation in der Integra­tion“ des Kommunalen Integra­tions­zentrums. Diese Plattform ermög­licht einen kommu­nen­über­greifenden Austausch zwischen ehren­amt­lichen und haupt­amt­lich­en Akteurinnen und Akteuren und schafft Raum für gemeinsame Lösungen.

Darüber hinaus waren wir beim Fachtag „Ehrenamt Integration“ mit einem Infostand vertreten. Mit gezielten Informationsangeboten konnten wir Eh­ren­amt­liche nie­drig­schwellig Unterstützung bie­ten und Kontakte knüpfen. Ergänzend dazu nehmen wir an Aus­tauschrunden auf Lei­tungs­eb­ene mit dem Amt für Zuwan­de­rung, Aufenthalt und Einbürgerung sowie dem Kom­mu­nalen Inte­gra­tionszentrum teil, um die Zusam­men­arbeit weiter zu vertie­fen und strategisch auszurichten.

Auch im Arbeitsalltag setzen wir auf enge Abstimmung: In einem re­gel­mäß­igen monatlichen Aus­tausch auf operativer Ebene mit dem Kommunalen In­te­gra­tions­zen­trum werden aktuelle Ent­wick­lungen besprochen, Informa­tio­nen geteilt und gemeinsame Ansätze weiterentwickelt. Ziel ist es, Syner­gien zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden, das Ehrenamt zu stär­ken und so die Unterstützung für geflüchtete Menschen kon­ti­nu­ierlich zu verbessern.

Inklusion gestalten – im Team

Inklusion ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Ziel ist es, Teilhabe zu ermöglichen, individuelle Po­ten­ziale zu berücksichtigen und bestehende Barrieren weiter abzu­bauen. Insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktintegration be­deu­tet dies, gemeinsam mit Part­nern geeignete und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund haben wir be­reits im Jahr 2024 gemeinsam mit rund 40 Partnern im Müns­ter­land – darunter Unternehmen, so­ziale Träger, Kam­mern und Bil­dungs­einrichtungen – die Kam­pag­ne „Inklusion Münsterland“ initiiert. Unter dem Motto „5 % mehr Inklusion sind 5000 % mehr Potenzial“ setzt das Bündnis ge­zielt Impulse für mehr Teilhabe in der Arbeitswelt. Ziel ist es, Unter­nehmen zu ermutigen, Inklusion aktiv zu leben und die Fähig­kei­ten von Menschen mit Behinderung stärker in den Arbeitsalltag ein­zu­binden. Für dieses Engagement wur­de das Bündnis im August 2025 mit einem Son­der­preis des Marke­ting Business Club Münster aus­ge­zeichnet.

Ein besonderer Schwerpunkt des Inklusionsbündnisses lag auf der Aktions­woche „Inklusion und Ar­beit“. Ziel war es, das Thema Inklu­sion sichtbar zu machen, den Dia­log zu fördern und konkrete Zugän­ge zum Arbeitsmarkt zu schaffen.

Wir haben gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Rheine, dem DRK-Kreis­ver­band Steinfurt, der Caritas Rheine, der Kreishand­wer­kerschaft Steinfurt Waren­dorf, den Ledder Werkstätten, den Caritas­werkstätten Langenhorst, der Quikstep GmbH, Lernen fördern e.V., dem LWL Landschaftsverband West­falen-Lippe, den Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA) sowie der Ergänzenden un­ab­hängigen Teilhabeberatung (EUTB) zwei Veranstaltungen organisiert.

So haben wir im April 2025 in Ko­op­eration mit dem Deutschen Ro­ten Kreuz in Laer einen Begeg­nungs­raum geschaffen, in dem sich Menschen im Bür­ger­geld­bezug mit gesundheitlichen Ein­schränkungen in einem geschütz­ten und persönlichen Rahmen über Beschäftigungsmöglichkeiten in einem neu ent­steh­enden Inklu­sionsbetrieb informieren konnten. Der direkte Austausch eröff­nete neue Perspektiven und erleich­ter­te den Zugang zu inklusiven Ar­beits­angeboten.

Ebenfalls im April fand in Stroet­manns Fabrik in Emsdetten eine Inklusions­veranstaltung unter dem Motto „Chancen schaffen durch Be­gegnung“ statt. Mehr als 100 Kundinnen und Kunden kamen mit Fachkräften und inklusiv auf­ge­stellten Arbeitgebern ins Ge­spräch. Ziel war es, Barrieren abzu­bauen, ge­gen­seitiges Verständnis zu fördern und konkrete Wege in Beschäftigung aufzuzeigen.

Auch in 2026 wird es wieder eine Woche der Inklusion geben. Denn wir wol­len mit unseren Partnern auch weiterhin ein klares Zeichen setzen: Für mehr Vielfalt, für Chan­cengleichheit und für eine Arbeits­welt, in der Teilhabe selbst­ver­ständ­lich ist.

Gemeinsam Verant­wor­tung übernehmen – Übergänge gestal­ten, Chancen sichern

Veränderungen in gesetzlichen Zu­ständigkeiten stellen Behörden vor beson­dere Herausforderungen. Für uns ist klar: Wir möchten die entstandenen Über­gänge verläss­lich gestalten und im Sinne der Men­schen tragfähige Lö­sungen zu entwickeln.

Seit Januar 2025 liegt die Zustän­dig­keit für Leistungen zur Teilhabe am Ar­beits­leben sowie für die För­derung der beruflichen Weiter­bil­dung bei der Agentur für Arbeit. Dadurch sind neue Schnittstellen in Beratung und Betreu­ung ent­stan­den, die eine enge Ab­stim­mung zwischen den beteiligten Institu­tio­nen erfordern.

Für uns bedeutete dies, besteh­en­de Prozesse anzupassen und ge­mein­sam mit der Agentur für Arbeit verlässliche Strukturen zu entwickeln. Die Zusam­menarbeit im Bereich der Leistungen zur Teil­habe am Arbeitsleben hat sich da­bei von Beginn an konstruktiv und lösungsorientiert gestaltet. Verfahrens­ab­läufe wurden ge­mein­sam überprüft und an die neu­en Rahmen­be­ding­ung­en an­gepasst. Ein besonderer Fokus lag auf der klaren Abgrenzung von Zu­stän­digkeiten, um Transparenz und Verlässlichkeit für die Kundin­nen und Kun­den zu gewährleisten.

Regelmäßige Austauschformate auf Leitungsebene unterstützen die gemein­same strategische Wei­ter­entwicklung und stellen ein ein­heitliches Vorgehen im Kreis Stein­furt sicher. Gleichzeitig haben sich auf operativer Ebene regio­na­le Aus­tauschformate etabliert, in de­nen Mitarbeitende beider Institu­tio­nen fallbezogen zusammen­ar­beiten. Ziel ist es, Rehabilitations­bedarfe früh­zei­tig zu erkennen und Integrationsprozesse indivi­du­ell und passgenau zu gestalten. Die bisherigen Erfahrungen stimmen zuversichtlich.

Auch im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung hat sich durch die veränderten Zu­stän­dig­kei­ten eine neue Schnittstelle erge­ben. In enger Ab­stimmung mit der Agentur für Arbeit iden­ti­fi­zie­ren wir weiterhin Quali­fi­zie­rungs­be­darfe am regionalen Arbeits­markt und bringen diese gezielt in die gemeinsame Planung ein. Regelmäßige Abstimmungs- und Reflexions­ge­sprä­che sorgen für Transparenz in den Verfahren und tragen zur kontinu­ier­lichen Quali­täts­sicherung bei. Dabei steht ins­be­sondere im Fokus, Entschei­dungs­wege nachvollziehbar zu ge­stalten und für alle Beteiligten Sich­er­heit im Umgang mit Förder­möglichkeiten zu schaffen.

Die operative Zusammenarbeit zeichnet sich durch kurze Wege, hohe Ver­bind­lichkeit und eine aus­geprägte Lösungsorientierung aus. Ergänzt wird dies durch fachliche Austauschformate wie Experten­sprech­stunden, in de­nen Mitar­bei­tende gezielt zu Förderinstru­men­ten geschult und aktuelle Fra­ge­stel­lungen gemeinsam geklärt wer­den. So stellen wir sicher, dass Wis­sen geteilt wird und neue Rah­menbedingungen sicher in der Praxis ankommen.

Die Nachfrage nach Quali­fi­zie­rungs­angeboten bleibt weiterhin hoch. Beson­ders Maßnahmen, die auf eine gezielte Kompetenz­ent­wicklung ausgerichtet sind, spie­len eine zentrale Rolle für die Inte­gration in den Arbeitsmarkt. Ein Beispiel hierfür ist die Maßnahme „Mobile Haushaltshilfe“, an der 18 Kun­din­nen und Kunden teil­nah­men. 15 Personen schlossen die Maßnahme erfolg­reich ab, 11 er­warben einen Führerschein und ein Großteil konnte bereits eine Beschäftigung aufnehmen oder eine konkrete Perspektive ent­wickeln. Diese Ergebnisse zeigen, wie wirksam gezielte Qualifi­zie­rung sein kann, wenn sie an den Be­darfen der Menschen aus­ge­rich­tet ist.

Für uns gilt: Unabhängig von Zu­ständigkeiten bleibt unser Auftrag derselbe. Wir begleiten Menschen auf ihrem Weg in Arbeit, schaffen Perspektiven und gestalten Über­gänge aktiv mit.

Gesundheit stärken ist Teamarbeit

Arbeitslosigkeit kann die kör­per­liche und psychische Gesundheit erheblich beeinflussen. Umso wich­ti­ger ist es, frühzeitig anzu­set­zen, Ressourcen zu stärken und präventive Angebote zugänglich zu machen. Die jobcenter Kreis Stein­furt AöR beteiligt sich daher am Programm „teamw()rk für Arbeit und Gesundheit“ das gemeinsam von den gesetzlichen Kranken­kas­sen, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, den Job­centern und der Agentur für Arbeit initiiert wurde. Ziel ist es, die Ge­sund­heit und Leistungs­fähigkeit von Menschen im Leistungsbezug gezielt zu fördern.

Ein wichtiger Baustein ist die ge­sundheitsorientierte Beratung. Unsere Mit­ar­beitenden sind dafür geschult, gesundheitliche Belas­tungen frühzeitig zu er­kennen und sensibel anzusprechen. Ergänzend dazu stehen vielfältige Prä­ven­tions­angebote zur Verfügung. Über die Plattform PortALO können Teil­neh­mende kostenfreie Online-Kur­se, Podcasts und weitere Angebote zu The­men wie Stressbewältigung, Ernährung, Bewegung, Schlaf oder Sucht­prä­ven­tion nutzen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Prä­ventions­gut­schei­ne für Kurse der gesetzlichen Krankenversicherung einzulösen – bei­spiels­weise für Bewegungs-, Entspannungs- oder Ernährungs­kurse. Diese An­gebote sind nie­drigschwellig, freiwillig und orien­tie­ren sich an den indi­vi­duellen Be­dürfnissen der Teilnehmenden.

Wir haben in 2025 im Rahmen von teamw()rk gezielt Maßnahmen um­ge­setzt, um Gesundheit für un­sere Kundinnen und Kunden erleb­bar zu mach­en. Ein Beispiel ist der Gesundheitstag in Rheine im No­vem­ber 2025, an dem über 60 Kundinnen und Kunden teil­nah­men. Das Programm reichte von Er­nährungsberatung über Bewe­gungs­angebote wie Yoga, Qi Gong und Rücken­training bis hin zu In­for­ma­tionen rund um Sucht­prä­ven­tion. Die posi­tive Resonanz zeigte deutlich, wie groß das In­teresse an gesund­heits­be­zo­gen­en Themen ist und wie wichtig solche niedrigschwelligen Angebote für die Stabilisierung und Motivation sind.

Die Zahlen aus dem Berichtsjahr unterstreichen den Erfolg der Maß­nahmen: 158 Kontakte in unseren Gesundheitsangeboten, 52 genutz­te Präventions­gutscheine sowie über 100 Registrierungen auf der Plattform PortALO zei­gen, dass die Angebote angenommen werden und einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden leisten.

Für uns ist Gesundheitsprävention ein fester Bestandteil unserer In­te­gra­tions­arbeit. Daher werden wir diese Angebote in 2026 weiter aus­bauen, um noch mehr Menschen zu erreichen. Denn nachhaltige Inte­gration gelingt dort am besten, wo Gesundheit, Motivation und Pers­pektive zusammen­ge­dacht wer­den.



Menschen im Fokus

Frauen und Erziehende

Unterschiedliche Lebens­la­gen, individuelle Voraus­setz­ungen und struk­turelle Rah­menbedingungen be­ein­flus­sen die Chancen von Men­sch­en am Arbeits­markt in sehr viel­fältiger Weise. Dieses Be­wusst­sein prägt unser Han­deln.

Daher haben wir spezielle Fach­teams, die sich auf be­stimmte Ziel­grup­pen fo­kus­siert haben. Dazu gehören bei­spielsweise junge Men­sch­en un­ter 25 Jahren, Men­schen mit Migrations­ge­schich­te oder Frauen und Er­zieh­ende. Sie alle benötigen differenzierte und pass­ge­naue Beratung, individuelle Be­gleitung und vernetz­te Un­ter­stützungssysteme.

Die folgenden Beiträge zei­gen, wie wir auch in 2025 da­ran gearbeitet ha­ben, Teil­habechancen für unter­schied­liche Zielgruppen nach­haltig zu verbessern und ihnen ein Leben ohne unsere Unterstützung zu er­mög­lich­en.

Chancengleichheit fördern – Haltung zeigen, Perspek­tiven eröffnen

Frauen und Erziehende sind nach wie vor seltener er­werbs­tätig als Män­ner. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit und übernehmen einen Groß­teil der Erziehungs- und Pfle­ge­arbeit. Diese strukturellen Unterschiede spie­geln sich auch in der Integration in den Arbeitsmarkt wider: Ihre In­te­grationsquote liegt deutlich unter der der Männer. Auch im ver­gan­gen­en Jahr ist es uns nicht gelungen, diese Lücke spürbar zu verring­ern.

Diese Realität müssen wir an­erkennen. Zugleich be­deu­tet sie, kon­se­quent daran zu arbei­ten, bessere Rah­men­be­dingungen zu schaffen und individuelle We­ge in Beschäf­tigung zu ermöglichen.

Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die gezielte Ver­netz­ung und An­spra­che. Mit dem kreis­weiten „Treff Chan­cen­gleichheit“, den wir gemein­sam mit der Agen­tur für Ar­beit initiiert haben, schaffen wir eine Platt­form für Frauen und Erziehende, die nach ei­ner Fami­li­en- oder Pflege­pha­se in den Beruf zurückkehren möch­ten. Hier erhielten im vergang­enen Jahr rund 100 Teilnehmerinnen Informa­tio­nen zu Qualifizie­rungs­mög­lich­keiten, zur Vereinbarkeit von Familie und Be­ruf sowie zu finan­ziel­len Förder­leis­tun­gen und sind direkt mit rele­van­ten Akteurinnen und Ak­teu­ren ins Gespräch gekom­men.

Ergänzend dazu bieten wir mit unseren Netzwerk­part­nern dem Jobcafé für Frauen einen geschützten Raum für Austausch und Orientierung. In einem niedrig­schwel­ligen Rahmen können Teilneh­me­rin­nen Ein­blicke in ver­schie­de­ne Berufsfelder gewinnen, ein­ander stärken und erste kon­krete Schritte in Richtung Beschäftigung planen. Ziel ist es, Moti­va­tion auf­zu­bau­en, Perspektiven zu entwickeln und den Wiedereinstieg aktiv zu gestalten. Im vergangenen Jahr konnten wir mit insge­samt sechs Veranstaltungen des Jobcafés über 120 Frauen erreichen und für das Thema beruf­liche (Wieder-)­Ein­glie­de­rung sensibilisieren.

Ein besonderer Fokus lag zu­dem auf der Förderung qua­lifizierter Frau­en mit Flucht­bio­grafie. Im Rahmen des Men­toring-Programms „Me­BeSt“, das wir gemein­sam mit dem Kompetenzzentrum Frau & Beruf Müns­ter­land um­setzen, werden Teil­neh­me­rinnen über ei­nen Zeit­raum von zehn Monaten indi­vi­duell begleitet. Ziel ist es, vorhandene Quali­fi­kationen sichtbar zu mach­en, beruf­liche Perspektiven zu ent­wick­eln und den Zugang zu einer adäquaten Beschäf­ti­gung zu erleichtern. Elf Teil­nehmerinnen konnten in 2025 er­folgreich in das Pro­gramm starten und profi­tie­ren von der engen Begleitung durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren sowie ergän­zen­den Workshops.

Darüber hinaus engagieren wir uns im Projekt „Famos­Plus“, das sich an Familien rich­tet, die von Armut oder so­zialer Ausgrenzung be­droht sind. Ziel ist es, die Le­bens­situation nachhaltig zu verbessern und ins­be­son­de­re für Frauen und Erziehende neue Zukunfts­pers­pek­tiven zu er­öffnen.

Für uns ist klar: Chancen­gleich­heit entsteht nicht von allein. Wir müs­sen struk­tu­rel­le Benach­tei­li­gun­gen er­ken­nen und benennen, gezielt ge­gensteuern und Men­sch­en individuell stärken.



Junge Menschen be­glei­ten – Perspek­tiven eröffnen, Über­gänge sichern

Auch bei jungen Bürger­geld­be­zieh­enden liegt unser Schwerpunkt – im Sinne der Vermittlungs­offen­si­ve NRW – auf der Integration.

Wir wollen berufliche Orientierung geben und gleich­zeitig Halt bieten – ins­be­sondere dann, wenn junge Men­schen Gefahr laufen, den An­schluss zu ver­lieren. Je­der Jugend­liche, den wir nicht rechtzeitig er­reichen, trägt ein erhöh­tes Risiko, dauerhaft auf Transfer­leis­tungen an­gewiesen zu sein. Des­halb ver­fol­gen wir ein klares Ziel: Alle Ju­gend­lichen im Kreis Steinfurt sol­len einen Schulabschluss er­rei­chen und im Anschluss eine Aus­bil­dung aufneh­men. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist da­bei eine entscheidende Weichen­stel­lung. Er muss gelingen!

Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf frühzeitige und konti­nu­ier­liche An­sprache. Bereits ab dem 15. Le­bens­jahr suchen wir den di­rek­ten Kontakt, um beruf­liche Pers­pektiven zu klären und besteh­ende Unter­stützungs­be­dar­fe zu identifizieren. Wir wollen jun­ge Menschen nicht erst dann be­glei­ten, wenn Probleme sichtbar werden, sondern präventiv Orien­tie­rung ge­ben und We­ge auf­zei­gen.

Das bedeutet, Räume zu schaffen, in denen berufliche Mög­lichkeiten erleb­bar werden. So konnten im Rah­men der Veranstaltung „Finde deinen Weg zum Wunsch­beruf“ in Steinfurt mit VR-Brillen über 30 Ju­gend­liche gemein­sam mit ihren Eltern in verschiedene Berufs­fel­der eintauchen und Ausbil­dungs­berufe virtu­ell kennenlernen. Ebenso schafften wir in Rheine mit der Veranstaltung „Auf dem Weg zum Wunschberuf“ ei­nen niedrig­schwelligen Zugang, um Jugend­liche früh­zeitig mit Ausbildungs­mög­lichkeiten und Un­ter­stüt­zungs­angeboten in Kontakt zu bringen.

Ein weiterer Baustein, um Fehl­ent­wicklungen früh­zei­tig ge­gen­zu­steu­ern, ist das Projekt Zu­kunfts­kom­pass – dein Weg in die Aus­bil­dung“ für Schülerin­nen und Schü­ler der 9. Klasse, dass wir ge­mein­sam mit dem Kreis­jugend­amt ini­tiiert haben. Ziel ist es, be­reits in der Schulphase prä­ventiv anzu­set­zen und Über­gänge aktiv zu gestal­ten.

Auch nach dem Schulabschluss bleibt die enge Beglei­tung junger Men­schen ein Schwerpunkt unserer Ar­beit. Dabei hat sich der Fokus durch die Ver­mitt­lungs­of­fen­sive NRW zunehmend auf die direkte Vermittlung in Ausbildung und Qualifizierung verlagert. Eine Kon­se­quenz daraus war die Be­en­di­gung der Maßnahme „VISA – Vermittlung, Individualität, Stabi­lisierung, Akti­vie­rung“, der letzten Gruppenmaßnahme mit auf­su­chen­dem Charakter für jün­gere Men­schen. Stattdessen wurden für junge Menschen verstärkt in­di­vi­du­el­le Hilfen, beispielsweise in Form von Aktivie­rungs- und Vermitt­lungs­gut­scheinen, genutzt.

Ergänzt wird dies durch verschie­de­ne Förder­instru­men­te und Pro­gramme. Die direkte Vermittlung in Aus­bildung wurde zudem durch das ESF-Pro­gramm „Ausbildungs­wege NRW“ unterstützt, das zum Beginn 2025 mit dem ESF-Pro­gramm „Übergangslotsen“ zu­sam­mengeführt und an Lernen För­dern vergeben wur­de. Insgesamt stehen kreisweit vier Coaching­stellen zur Verfügung, um sowohl unversorgte ausbildungs­in­teres­sier­te junge Men­sch­en als auch Schü­lerinnen und Schüler aus den Bildungs­gängen des Über­gangs­sek­tors der Berufskollegs bei der Entwicklung von und Ver­mittlung in Ausbildung oder entsprechende Alter­nativen zu unterstützen. Ab Maß­nah­me­start bis zum Ausbil­dungs­beginn im August 2025 wur­den 64 junge Men­sch­en auf dem Weg in eine Ausbildung unter­stützt. 20 von Ihnen so erfolg­reich, dass sie in eine Ausbildung gestartet sind. Aber auch für das Ausbil­dungs­jahr 2026 sind bis Ende 2025 bereits 28 weitere Ausbildungssuchende in der Betreuung durch die Coaches.

Ein weiteres Angebot für junge Men­schen im Job­center ist das Pro­jekt „Move and Work“ im Rahmen des ESF-Förder­pro­gramms JUVENTUS, das seit März 2025 von der Geba mbH durch­geführt wird. Ziel des Projekts ist es, durch (Lern-)­Erfahrungen in den EU-Ländern die Chancen auf dem inländischen Ausbil­dungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Drei junge Menschen konnten in 2025 von Auslandsaufenthalten in Spanien bzw. Schweden profitie­ren.

Ein wichtiger Baustein ist auch die enge Zusammen­arbeit mit der Be­rufs­be­ra­tung der Agentur für Ar­beit. Durch gemeinsame Tan­dem­beratungen in den Kom­mu­nen wird der Vermittlungsprozess noch stärker ver­zahnt und indivi­du­ell gestaltet.

Die Zahl der Ausbildungs­such­en­den ist im Berichtsjahr gestiegen, dennoch konnten jedoch nahezu alle jung­en Menschen erfolgreich in Ausbildung oder passende An­schlussperspektiven vermittelt wer­den. Auch die 14 Plätze in der außerbetrieblichen Ausbildung wurden vollständig besetzt, wo­durch ins­besondere benach­tei­ligte junge Menschen gezielt unterstützt werden konn­ten. Diese Förderung während der Ausbildung erfolgt im Rahmen der Assis­tierten Aus­bil­dung, von der in 2025 kreisweit 71 junge Menschen profi­tierten.

Für uns ist klar: Junge Menschen brauchen nicht nur Angebote, son­dern ech­te Orientierung, Vertrauen und Begleitung. Wir wollen ihnen etwas zu­trauen, sie früh­zeitig mit­nehmen und konsequent darauf hinwirken, dass der Über­gang von der Schule in Ausbildung gelingt.

Zuwanderung ist eine Chance

Die Entwicklung im Kreis Stein­furt zeigt deutlich: Zu­wan­derung ist ein wesent­lich­er Faktor für die gesell­schaft­liche und wirtschaft­liche Zu­kunft unserer Re­gion. Ohne den Zuzug von Men­schen aus dem Ausland wür­den in vielen Bereichen be­reits heute Fach- und Arbeits­kräfte feh­len – mit spürbaren Auswirkungen auf Unterneh­men, Pflege, Handwerk und Dienstleistungen – und damit auf die Lebensqualität aller Bür­ger­in­nen und Bürger im Kreisgebiet.

Für uns ist klar: Jeder Mensch ist ein Gewinn – denn er bringt eigene Er­fahrungen, Fähig­keiten und Potenziale mit. Daher verdient jeder, der zu uns kommt, eine Chance – unabhängig von Herkunft, Re­ligion, Ge­schlecht oder Nationalität Unsere Aufgabe ist es, diesen Weg zu unter­stütz­en und Integration mög­lich zu machen.

Erfolge, die für sich sprechen

Dass dieser Ansatz trägt, zeigt sich deutlich in unseren Er­gebnissen. Die Arbeitslo­sig­keit ausländischer Bür­ger­geld­beziehenden ist in 2025 um 6,7 Prozent ge­sunk­en, gleichzeitig ist die Zahl der­jenigen gestiegen, die ihren Lebensunterhalt durch Er­werbs­tätigkeit sichern kön­nen. Zudem übersteigt erst­mals wieder die Zahl der Ab­gänge (4.538) aus dem Leis­tungs­bezug die der Zugänge (3.576) ausländischer Männer und Frauen deutlich.

Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stel­len derzeit gut die Hälfte der Bür­gergeldbeziehenden im Kreis Steinfurt, gleichzeitig gehen 64,3 Prozent aller Inte­gra­tio­nen auf sie zurück. Ihre Inte­grationsquote liegt deutlich über der der deutschen Leis­tungs­be­rech­tigten.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei bestimm­ten Gruppen, etwa jungen allein­stehenden Männern aus den sogenannten 8-HKL-Staaten. Hier gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt in beson­de­rem Maße. Ins­gesamt zeigt sich: Viele der Menschen, die neu zu uns kommen, nut­zen die ihnen gebotenen Chan­cen aktiv und gehen ihren Weg mit hoher Motivation.

Spracherwerb bleibt zentral

Ein zentraler Schlüssel für ge­lingende Integration bleibt der Sprach­er­werb. Auch im Jahr 2025 lag hier ein be­son­derer Fokus unserer Arbeit. Neben klassischen Inte­gra­tions- und Berufssprach­kur­sen wur­den ver­stärkt digitale Formate genutzt, um Zugän­ge zu erleichtern und Warte­zei­ten zu überbrücken. Gerade für Menschen mit ein­geschränkter Mo­bi­li­tät oder familiären Verpflichtungen eröffnen sich dadurch neue Mög­lich­keiten. Insgesamt konn­ten 750 Personen von 68 Kursangeboten profi­tieren.

Da das Sprachkursangebot im Bereich der allge­mei­nen Berufs­sprach­kurse seitens des BAMF weiterhin stark ein­geschränkt wurde, mussten wir den Zugang zu Sprach­kur­sen auf den unmittelbar ar­beits­markt­re­le­vanten Bedarf ausrichten. Weiterführenden, für die gesellschaftliche Teil­habe wünschenswerten Sprach­er­werb müssen zu uns geflüchtete Men­schen seit 2025 eigenständig erwerben.

Beruflich sinnvolle zusätz­liche Sprachkenntnisse ver­mitteln wir gezielt durch Job-BSK-Angebote, die wir kreis­weit durch die Anbindung an un­sere arbeits­markt­po­li­tische Maßnahme jobaktiv an­bieten konn­ten. So startete beispielsweise ein Kurs in Steinfurt mit dem Schwer­punkt La­ger/­Logistik. In Rhei­ne wiederum bieten wir einen Job-BSK zu den Be­rufs­fel­dern Pflege, Alltags­be­glei­tung, Hauswirtschaft und Kin­derbe­treu­ung an.

Da wir auch ein spezielles Sprachangebot für Auszu­bil­dende offerieren möchten, fan­den Ende 2025 erste Ge­spräche mit Berufsschulen, Arbeit­gebern und Sprach­schu­len statt. Das Ergebnis: Seit Anfang 2026 gibt es ein Azubi-BSK-Angebot für den Elektronikbereich.

Besonders erfreulich für uns: Das BAMF prüfte uns un­an­ge­kündigt. Das Ergebnis der Prü­fung war durch­gängig po­sitiv und wies keinerlei Bean­standungen auf. Positiv her­vorgehoben wurde unser be­son­deres Enga­gement, wenn es um die sprachliche Ver­sor­gung von bislang unver­sorg­ten A2-Teilnehmenden ging.

Verständigung ermöglichen

Wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, dass feh­lende oder man­gel­hafte Deutsch­kenntnisse Gespräche erheb­lich erschweren. Wo aber Ver­ständigung nicht gelingt, ist eine nachhaltige Integration in Arbeit kaum möglich. Daher haben wir in 2025 un­ter­schiedliche Über­set­zungs­dienstleistungen wie den Ein­satz eigener Dolmetscher oder digi­ta­ler Über­setz­ungs­tools aus­probiert.

Überzeugt hat das Pilot­pro­jekt „Remote-Dolmet­sch­en“: Unseren Ver­mittlungskräften stand ein professio­nel­les, telefonisch- und video­ba­sier­tes Dolmetscher­an­gebot zur Verfügung. Dank des breiten Sprach­port­folios, ins­be­son­de­re in den Sprachen Ara­bisch, Russisch, Ukrai­nisch und Persisch, konnte auch bei geringen oder fehlenden Deutsch­kennt­nissen eine qua­lifizierte Beratung sicher­gestellt werden. Auf­grund der positiven Ergebnisse wurde die Einführung von Re­mote-Dol­metscherdiensten für den gesamten Kreis Stein­furt be­schlossen. Die flächen­deck­en­de Umsetzung ist für 2026 vorgesehen.

Kompetenzen sichtbar machen

Viele Menschen bringen be­ruf­liche Qualifikationen aus dem Ausland mit, die jedoch nicht immer unmittelbar ver­wertbar sind. Vielmehr müs­sen Anerkennungs­ver­fahren gestartet werden, die lang­wie­rig und durchaus nicht im­mer zielführend sind. Um die Potenziale von Ge­flüch­te­ten besser zu erkennen und zu nutzen, ha­ben wir unsere Mit­arbei­ten­den im ver­gan­ge­nen Jahr gezielt im Bereich der Anerkennung von Ab­schlüs­sen geschult. Denn sie sollen – im Sinne der Ver­mitt­lungs­offen­sive NRW – Kom­pe­tenzen der zu uns ge­flüch­te­ten Menschen pragma­tisch einschätzen und Wege in Be­schäftigung auch ohne voll­stän­dige An­er­ken­nung er­mög­lichen. Gleichzeitig sol­len hoch­quali­fi­zierte Ge­flüch­tete aus reglementierten Be­ru­fen – etwa Ärztin­nen und Ärzte oder Ingenieure – wei­terhin von Aner­ken­nungs­ver­fahren profitieren.

Stabilisierung und Teilhabe ermöglichen

Nicht alle Bürgergeldbeziehende können unmittelbar in eine regu­lä­re Beschäftigung einmünden. Lang­zeit­ar­beitslosigkeit, fehlende Berufserfahrung oder per­sön­liche Belastungen führen dazu, dass vie­le Men­sch­en zunächst eine schritt­weise Heranführung an den Ar­beits­markt benötigen. Unser An­satz ist es, genau hier anzusetzen: Wir wollen Orientierung geben, Sta­bi­li­tät schaffen und neue Pers­pektiven eröffnen.

Dabei ist für uns entscheidend, den Menschen in sei­ner indi­vi­du­el­len Situation zu sehen. Integration ist kein linearer Prozess – sie ver­läuft unterschiedlich schnell und braucht verlässliche Unter­stüt­zung. Unser Ziel ist es, Menschen nicht zu überfordern, sondern sie so zu begleiten, dass nachhaltige Schritte in Richtung Erwerbsarbeit möglich werden.

Einstieg ohne Druck

Je länger Arbeitslosigkeit an­dau­ert, desto größer wer­den die Hür­den für eine Rückkehr in Arbeit. Häufig ge­hen mit dem Verlust der Beschäftigung auch Struktur, so­ziale Kontakte und das Gefühl von Selbstwirk­sam­keit verloren. Arbeitsgelegenheiten bieten hier einen geschützten Rahmen, um wieder in einen Arbeits­rhyth­mus zu finden – ohne unmittelbaren Leistungs­druck.

Als gesetzlich geregeltes Ins­tru­ment ermöglichen sie einen struk­turierten Wiedereinstieg in den Ar­beits­all­tag. Teilnehmende stärken grundlegende Kompe­tenz­en wie Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Teamfähig­keit und sammeln prak­tische Erfahrungen in unter­schied­lichen Tätigkeitsfeldern. Damit schaf­fen sie eine wichtige Grund­la­ge für spätere Integrations­schrit­te.

Ende Jahr 2025 nahmen 325 Per­so­nen an Arbeits­ge­le­gen­heiten teil. Die Rückmeldungen und Er­fah­rungen zeigen deutlich, dass die­se Form der Unterstützung nicht nur die Beschäfti­gungs­fäh­ig­keit stärkt, sondern auch einen wich­tigen Beitrag zur sozialen Teil­habe leistet.

Neue Wege: Arbeitsgelegenheiten in der Pflege

Ein besonderer Fokus lag für uns im Jahr 2025 auf der Weiter­ent­wick­lung der Angebote. Wir haben pflege- und haushaltsnahe Grup­pen­-Arbeitsgelegenheiten in Ko­op­eration mit regionalen Pflege­diens­ten neu ein­ge­führt. Diese sind aus dem Dialog mit Trägern, Fach­stel­len und Teilnehmenden ent­standen und greifen kon­kre­te Bedarfe auf.

Ziel ist es, arbeitsmarktferne Men­schen für ein gesell­schaftlich be­son­ders relevantes Berufsfeld zu inte­res­sieren und ihnen einen nie­drigschwelligen Zugang zu ermög­lichen. Gleichzeitig leisten diese An­gebote einen Beitrag zur Fach­kräf­tesicherung in einem stark nach­ge­fragten Bereich.

Die ersten Ergebnisse zeigen, dass unser neuer Ansatz wirkt: Von elf Teilnehmenden konnten vier in Aus­bil­dung oder Beschäftigung übergehen. Auch wenn nicht in allen Fällen eine direkte Pers­pek­tive entwickelt wer­den konnte, bie­ten die Maßnahmen wichtige Erkennt­nisse für die weitere Aus­richtung und zeigen, wie indi­vi­du­ell Integrationsprozesse ver­lau­fen.

Coaching – individuell begleiten, nachhaltig stabilisieren

Ergänzend zu den Arbeits­gele­gen­heiten spielt Coaching eine zen­tra­le Rolle. Es setzt dort an, wo in­di­vi­duelle Unterstützung notwendig ist – sei es vor, wäh­rend oder nach der Arbeitsaufnahme.

Das beschäftigungsvorbereitende Coaching unter­stützt bei der Ent­wicklung konkreter beruflicher Pers­pek­tiven und begleitet den gesamten Bewerbungs­pro­zess. Gleichzeitig bietet es Raum für Orientierung und Stabilisierung. Das beschäftigungsbegleitende Coach­ing richtet sich an Personen, die bereits in Arbeit sind oder kurz davorstehen. Ziel ist es, Beschäf­ti­gung zu sichern, Heraus­for­de­rung­en im Arbeitsalltag zu bewäl­tigen und Rückfälle in den Leistungs­be­zug zu vermei­den.

Die verschiedenen Coaching­an­sät­ze folgen dabei ei­nem klaren Ziel: Menschen auf ihrem individuellen Weg zu unterstützen, Beschäf­ti­gungs­fähigkeit aufzu­bau­en und Integration nachhaltig zu sichern. Im Mit­tel­punkt steht nicht die kurzfristige Vermittlung, son­dern die langfristige Stabilisierung.

Unser Ansatz: realistisch, unter­stützend, wirksam

Unsere Erfahrungen zeigen: Nicht jeder Weg in Arbeit ist direkt und geradlinig. Gerade für arbeits­markt­ferne Menschen braucht es Zeit, Vertrauen und passende An­ge­bote. Indem wir unter­schied­liche Instrumente kombinieren und individuell einsetzen, schaffen wir die Grundlage für nachhaltige Integration.

Unser Anspruch bleibt es, Men­sch­en nicht an starren Erwartungen zu messen, sondern sie in ihrer Ent­wick­lung zu unterstützen. Denn echte Integration entsteht dort, wo Menschen Schritt für Schritt wieder Anschluss finden – und eine Perspektive entwickeln, die trägt.

Fazit

Das Jahr 2025 war für uns als Job­center in vielerlei Hin­sicht heraus­fordernd – geprägt von einer an­ge­spann­ten wirtschaftlichen Lage, geringeren finan­ziel­len Spiel­räu­men und veränderten politischen Rah­men­bedingungen.

Der Fokus lag wie schon im Vorjahr – gemäß der Ver­mitt­lungsoffensive NRW – auf der schnellen Vermitt­lung in Arbeit. Diese Ausrichtung birgt immer die Ge­fahr, Menschen mit komplexeren Unterstützungs­be­darf­en aus dem Blick zu verlie­ren bzw. in der Beratung weniger hoch zu priorisieren. Unser An­spruch war ein an­derer: Wir woll­ten alle erreichen – und jedem Men­sch­en ein passendes Angebot machen.

Die Bilanz zeigt: Das ist gelungen.

Weniger Bedarfs­gemeinschaften, weniger Bürger­geld­beziehende, we­niger Arbeitslose und zugleich mehr Integrationen als im Vorjahr – und das unter deutlich schwie­ri­geren Bedingungen. Besonders er­freulich ist die Entwicklung bei jun­gen Männern mit Flucht­hinter­grund sowie Alleinerziehenden und die insgesamt über­durch­schnitt­liche Integrationsquote. Im Bereich Migration wird deutlich, wel­ches Potenzial in unserer Arbeit liegt: Zuwanderung ist eine Chan­ce – und viele Menschen bei uns im Bürgergeldbezug nutzen diese Chan­ce mit großer Motivation.

Diese Ergebnisse sind kein Zufall. Sie sind Ausdruck unserer Haltung: Wir sehen den Menschen in seiner individuellen Situation, wir setzen auf passgenaue Unterstützung statt auf Standardlösungen und wir gestalten Veränderung aktiv. Gerade in einem Jahr mit weniger Ressourcen haben wir gezeigt, dass wir flexi­bel reagieren, Pri­ori­tä­ten setzen und neue Wege gehen können – ohne unsere Grundsätze aus dem Blick zu verlieren:

Wir arbeiten im Team, mit flachen Hierarchien und ei­nem klaren ge­mein­samen Ziel. Wir investieren in Qua­li­fizierung, Gesundheit und gu­te Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Wir nutzen Netz­werke, treiben Digitalisierung vo­ran und hinterfragen unser Han­deln kontinuierlich. Wir verstehen uns als lern­en­de Organisation, die offen für Veränderungen ist und Verantwortung übernimmt.

Unser besonderer Dank gilt un­se­ren Mitarbeitenden, die dieses an­spruchsvolle Jahr mit großem En­ga­gement, Fachlichkeit und Zu­sam­menhalt gemeistert haben. Ihr Einsatz macht den Unterschied.